Schowinger-Archiv
Die Quellen zur Geschichte aller Schowinger-Geschlechter sollen einerseits erschlossen und damit gesichert werden, anderseits als Grundlage für die Bearbeitung der Familiengeschichten dienen. Die Quellensammlung enthält nicht einen einzelnen Stamm, sondern prinzipiell alle Schowinger. Geografisch erstrecken sich die Archivalien über die Nordschweiz und Süddeutschland. Gesammelt werden Belege bis zum Jahr 1600, und zwar nicht nur Pergamenturkunden (sie machen den kleinsten Teil aus), sondern auch Auszüge aus Rats- und Gerichts-protokollen. Sie beziehen sich vorwiegend auf den Alltag. Diese Quellengruppe erscheint in Teil I der Quellensammlung. Bis jetzt liegen fünf Bände vor, ein sechster ist in Arbeit. Die ganze Sammlung dürfte etwa neun Bände umfassen.
Teil II der Quellensammlung umfaßt Auszüge, Listen und andere Zusammenstellungen, vor allem aus Kirchenbüchern, letztere von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bis jetzt wurden sieben Hefte publiziert. Weitere sind in Arbeit. Von Teil III der Quellensammlung wird voraussichtlich nur ein Band erscheinen mit den Auszügen aus den Luzerner Ratsprotokollen von 1601 bis 1798. Was das Schowinger-Archiv sammelt Das Schowinger-Archiv sammelt alle Quellen, die sich auf Geschlechter namens Schabinger, Schäbinger, Schaubinger, Schobing, Schobinger, Schoppinger, Schowing sowie Schabringer beziehen. Die Sammlung ist nach Zeit und Ort nicht begrenzt, doch liegt der Schwerpunkt auf der Zeit vor 1600 und auf dem süddeutschen Sprachgebiet. Die Beschränkung in der Zeit drängte sich wegen der Überfülle des Materials auf, die Beschränkung auf den Süden rührt von der ursprünglichen Verbreitung der Schowinger in diesem Raume her. Die Hauptbestände der Sammlung 1. Quellenabschriften (Quellensammlung Teil I) Dieser wichtigste Teil umfaßt Abschriften von Quellentexten aus über zwei Dutzend Archiven und Bibliotheken der Schweiz und Deutschlands. Hier sind Urkunden, Akten und Bücher (Urbarien, Steuerlisten, Protokolle usw.), soweit sie Schowinger betreffen, ganz oder im Auszug enthalten. Im ganzen handelt es sich um etwa 6000 Belege, die zum Teil bereits umgeschrieben sind, zum Teil noch unbearbeitet als Foto oder Fotokopie vorliegen. Als Teil I der Quellensammlung zur Geschichte der Schowinger sind aus diesem Material schon fünf 500seitige Bände mit über 3400 Belegen, die bis 1570 reichen, veröffentlicht. Ein sechster Band ist in Arbeit. Die Personen- und Ortsnamen der ersten vier Bände sind durch ein gedrucktes Register erschlossen. 2. Kirchenbücher-Auszüge (Quellensammlung Teil II) In der Vergangenheit sind einige Kirchenbücher von verschiedenen Schowinger-Forschern mehrmals ausgezogen worden. Die Veröffentlichungen soll diese Mehrfacharbeit verhüten und Forschern Grundlage und Gerüst für eingehendere Familiengeschichten in die Hand geben, ohne daß jeder wieder ganz von vorne anfangen muß. Mehr oder weniger vollständig liegen Auszüge für die Schowinger in den folgenden Orten vor: Altstätten im Rheintal, Biberach, Hallau, Lauingen, Luzern, Reichenau, Säckingen, St. Gallen, Sprantal/Nußbaum, Staffort und Wil im Thurgau. Die Auszüge umfassen jeweilen die Kirchenbücher seit Beginn bis heute, bzw. bis zum Aussterben oder bis zur Abwanderung des betreffenden Schowinger-Stamms. Weiter sind hier alte Stammlisten zu verzeichnen (vor allem der St. Galler Schobinger), ferner andere Listen (Leibeigene, Hofstätten). Kirchenbücher-Auszüge, Listen und andere Zusammenstellungen erscheinen im Teil II der Quellensammlung zur Geschichte der Schowinger. Publiziert sind bereits die Kirchenbücher-Auszüge für Altstätten und Wil im Thurgau sowie drei Stammlisten. 3. Weitere Bestände Biographien Der Bestand beläuft sich auf etwa 250 unterschiedlich eingehend ausgefüllte Fragebögen von lebenden und verstorbenen Schowingern. Porträtsammlung Disketten
Desiderata Als Grundgerüst für Stammlisten sollten die folgenden Kirchenbücher auf Schowinger durchgesehen werden:
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